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Alle Kinder haben die märchenhafte Kraft, sich in alles zu verwandeln, was immer sie sich wünschen.

Jean Cocteau

 


Manchmal staune ich über das vielseitige Kulturangebot in unseren Großstädten. Ich denke, dass sich die meisten Menschen bei einem kulturellen Anlass, sei es Musik, Tanz, Theater oder bildende Kunst, mit den Künstlern identifizieren und insgeheim den eigenen, tiefen Wunsch stillen wollen, selbst künstlerisch kreativ zu sein. Schade, dass es in den meisten Fällen beim Wollen bleibt, und nach dem Applaus ist auch diese Sehnsucht schon bald wieder vergessen. Ab und zu verspüren wir aber diese Lust, wie damals als Kind, einfach zu singen, irgendetwas zu malen, drauf  los zu tanzen oder in irgend eine Rolle oder Situation zu schlüpfen – wie die Kinder ganz im Augenblick  zu leben, ganz in ein Spiel einzutauchen, schöpferisch kreativ zu sein, ohne Zweck und Ziel.
Beim Tanzen mit anderen – vor allem in der Improvisation – erlebe ich immer wieder diese Momente voller Hingabe, Aufmerksamkeit und höchster Konzentration; da kann ich ganz im Augenblick sein. In allen von uns schlummern diese Begabungen und wir haben eine (kindliche) Seele, die sich nach Ausdruck in künstlerischer Kreativität sehnt.